25-jähriges Vereinsjubliläum


Im Jahr 2013 feierte der Verein für Geschichte und Heimatkunde Oberthal e.V. sein 25-jähriges Bestehen.

Aus diesem Anlass zeigten wir am 15.09.13 im Rathaussaal in Oberthal eine Bilderreise durch

"Oberthal einst und heute"

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg.

Wegen der großen Nachfrage wurde der Vortrag am 13.09.13 wiederholt. Die Veranstaltung war wieder ausverkauft.

Zu diesem Vortrag wurde auch ein Bildband von Oberthal mit gleichem Namen veröffentlicht, der viele Bilder des Vortrages zeigt. Er ist leider nicht mehr erhältlich.



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Buchvorstellung


Am 25.11.12 stellte der Verein im Rathaussaal in Oberthal das Buch


"Wegekreuze in der Gemeinde Oberthal"

vor.

Viele der Wegekreuze wurden bis 2001 erneuert. Zur Finanzierung veranstalteten die Anwohner in Zusammenarbeit mit dem Verein für Geschichte und Heimatkunde Straßenfeste. Einen Teil der Kosten übernahm der Verein, ein Teil wurde aus dem Erlös der Feste bezahlt.
Beispielhaft ist auch die Arbeit der Hecker. Alois Litz schreibt: Die Idee für die Neuaufstellung hatte dankenswerter Weise der Vorstand des „I. HECKER Straßen/Nachbarschaftsfestes 1993“. Als der Vorstand bei der Abwicklung der Veranstaltung in der Kasse einen Überschußbetrag in Höhe von 520 DM entdeckte, einigte man sich schnell, dieses Geld für die Neuaufstellung des HECKER Gedenkkreuzes zu verwenden.
Seither pflegen die Hecker dieses Kreuz, wie vor ein paar Wochen wieder zu beobachten war.
In Güdesweiler hat der Wanderverein vor etlichen Jahren alle Kreuze erneuert und vor dem endgültigen Verfall bewahrt.
Mittlerweile hat der Zahn der Zeit auch wieder an den Steinkreuzen genagt. Dr. Aloysius Mörsdorf hat deshalb auf eigene Kosten „Beckersch Kreuz“ in der Kirchstraße von der Firma Horras aus Bliesen reinigen, neu streichen und versiegeln lassen. Die Firma Horras erhielt dann auch vom VfGH den Auftrag, weitere Kreuze zu bearbeiten, dies ist bereits bei Klopp Kreuz, Naureresch Kreuz und dem Priesterkreuz auf dem Friedhof geschehen.
Wir haben in den vergangenen Jahren Informationen über diese Wegekreuze gesammelt. Daten über die Ersterrichtung, über den Grund für die Errichtung und viele Geschichten, die sich um die Kreuze ranken, konnten zusammengetragen werden. Werner Rauber hat jedes einzelne Kreuz fotografiert. Ich habe die Unterlagen gesichtet, aussortiert und alles zu einem Buch verarbeitet.
Dies erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll auch keine wissenschaftliche Arbeit sein.
Bei unseren Recherchen haben wir festgestellt, dass bei vielen Kreuzen die Daten der Entstehung und die Gründe für Ihre Entstehung wohl im Dunkeln bleiben werden. Es konnte niemand Näheres darüber berichten.
Und genau darin begründet sich das Vorhaben des Vereins: Alle noch bekannten Daten sollten gesammelt und mit diesem Buch bewahrt werden.
Seit über einem Jahr veröffentlichte der Verein in den Oberthaler Nachrichten Bilder und die vorhandenen Daten der Wegekreuze und bat die Leserschaft um weitere Informationen. Die Resonanz war allerdings gering, so dass wir davon ausgegangen sind, dass es kein zusätzliches Material gibt.
Für die Oberthaler Kreuze konnten wir auf die umfangreichen Unterlagen von Alois Litz zurückgreifen. Stefan Ost erzählte darüber hinaus noch weiteres Interessantes zu den einzelnen Kreuzen.
Die Nachforschungen in Gronig und Güdesweiler gestalteten sich schwieriger. Es gab nur schriftliche Hinweise auf die Kreuze, in Güdesweiler konnten wir in dem Buch „Die Gemarkung Güdesweiler“ von der Interessengemeinschaft Naturschutz Güdesweiler und in dem Buch „Der Kreuzweg“ von Hans Rauber einiges nachlesen. Josef Scherer wusste Näheres zum Kreuz „Zur Wildfrauhöhle“ zu berichten.
Die Groniger Kreuze sind nur im Buch „Die Geschichte der Gemeinde Gronig“ von Adolf Klein aus dem Jahre 1973 erwähnt. Da an der Entstehung dieses Buches zahlreiche Groniger mitgewirkt haben, kamen wir zu dem Ergebnis, dass es keine weiteren Daten zu diesen Kreuzen gibt. Es hatte sich, wie schon erwähnt, auch niemand auf unsere Anzeigen in den Oberthaler Nachrichten gemeldet.
Unsere Dokumentation soll jetzt einer breiten Leserschaft die Geschichte der Wegekreuze, soweit noch bekannt, zugänglich machen.
In Güdesweiler gibt es nur ein Steinkreuz, das Dorfkreuz, einziges Kreuz in der Mitte des Dorfes. Es diente als Prozessionskreuz an Fronleichnam.
Das Bretonenkreuz ist ein Metallkreuz. Seine Entstehung geht auf eine Initiative von Mitgliedern des Wandervereins zurück. Es wurde 1992 am Kindergarten aufgestellt
Die Holzkreuze, allesamt am Dorfrand oder außerhalb des Dorfes, waren oft Ruhekreuze für Leichenzüge auf dem Weg zu Beerdigungen. Auf dem alten Kirchenweg nach Bliesen waren dies die Kreuze an der Alten Trierer Straße, solange Güdesweiler zur Pfarrei Bliesen gehörte, später die Kreuze an dem alten Friedhofsweg in Güdesweiler.
So wenig wir über die Kreuze in Güdesweiler wissen, gibt es doch über das Schwarze Kreuz gleich zwei Geschichten zu erzählen, die Sie in unserem Buch nachlesen können. Eine davon stammt aus dem Buch „Die Gemarkung Güdesweiler“.

In Gronig gab es 12 Kreuze, von denen nur noch 10 erhalten sind. Heidingersch Kreuz und das Heckenkreuz, von dem uns Frau Helene Schönecker noch ein Bild zur Verfügung stellen konnte, stehen nicht mehr.
Im Ort gibt es zwei Holzkreuze: Schuwennels Kreuz in Humweiler und das Kreuz auf dem Anwesen Schohl.
3 der erhaltenen Kreuze sind Steinkreuze: Schreinersch Kreuz in der Theleyer Straße, Schummer Kreuz in der Humweilerstraße und das Kreuz an der Kapelle.
Schummer Kreuz wurde bei einem Unfall 1962 stark beschädigt. Da aber alle Teile erhalten blieben, konnte das Kreuz 1999 wieder errichtet werden.

In Oberthal gibt es noch 20 Kreuze. Das Brühl Kreuz, das Kreuz in der Leis-Dell und das Hohlkreuz eistieren nicht mehr. Vom Brühlkreuz und dem Kreuz in der Leis Dell gibt es auch keine Bilder, vom Hohl Kreuz konnte Hermann Scheid uns ein Bild zur Verfügung stellen.
Innerhalb Oberthals finden wir 6 Steinkreuze:
Hanspetersch Kreuz in der Hauptstraße, Naurersch Kreuz in der Poststraße, Klopp Kreuz in Imweiler und Beckersch Kreuz in der Kirchstraße. Diese dienten als Prozessionskreuze.
Ebenfalls ein sehr schönes Steinkreuz steht in Linden, das bis ca. 1903 zu den Prozessionskreuzen gehörte.
Da aber der Prozessionsweg durch Linden dem damaligen Pastor zu lang wurde, bestimmte er Naurersch Kreuz zum 4. Prozessionskreuz.
Lange Zeit errichten die Gläubigen aus Linden an Fronleichnam hier ihren Altar.
Über Schummersch Kreuz in der Groniger Straße berichtet Adolf Klein in seinem Buch, dass das Kreuz am früheren Kirchenweg nach Oberthal von Groniger Bürgern auf Oberthaler Bann errichtet wurde.
Bis vor ca. 150 Jahren veranstalteten die Groniger Gläubigen einen Sonntag nach Fronleichnam eine eigene Prozession und dieses Kreuz diente dann als Prozessionskreuz. Auch war es Ruhekreuz auf dem Weg zum Friedhof in Oberthal.
Wer im Oberthaler Bruch unterwegs ist, wandert an Hans Jäbe Kreuz vorbei, zu dem mehrere Geschichten erzählt werden. Eine davon beschreibt den Tod des Müllers Jakob Scheid, der die Ehre seiner Braut gegen umherziehende Kosaken verteidigte.
Viele kennen auch das Zigeunerkreuz am Osenbacher Hof, Schlapp-Matze Kreuz auf dem Weg nach Tholey und das Kreuz am Helle Häuschen. Jedes dieser Kreuze hat seine eigene Geschichte.
Gerrje Kreuz wurde vor allem auf Betreiben der Vereinsmitglieder Stefan Ost und Mathilde Naumann, die auch die Kosten übernahmen, wieder errichtet
Das Gedenkkreuz am Zirkelborn, hinter der Bahn, zeugt von einem Ereignis in jüngster Vergangenheit. Hier verlor Thomas Wilhelm am 14.01.1983 durch 50 Messerstiche sein Leben.
So können Sie noch viele weitere interessante Details zu den Wegekreuzen unserer Gemeinde in unserem Buch nachlesen (Ilona Jung)




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Am 06.10.12

 
besichtigten wir das historische Museum "Theulegium" in  Tholey
mit Schwerpunktthema

" Die Kelten"
               
Herr Recktenwald erläuterte fast 2 Stunden lang das Leben unserer Vorfahren in  sehr kurzweiligen und interessanten Ausführungen.



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In den vergangenen Jahren wurden sehr viele Veranstaltungen durchgeführt.

  • Mehrerer Foto- und Dokumentenausstellungen
  • Gründung einer Dialektwerkstatt (wurde mittlerweile aufgelöst und durch die Arbeitsgruppe Mundart ersetzt)
  • Rudolf Just Abend
  • Vortragsabende:
           Werner Feldkamp
           Martin Weiler
          Johannes Naumann
          Alois Hans
          Dr. Peter
          Prof. Hermann
          Franz Mörsdorf
          Dr. Schmitt
          Dr. Müller
  • Gründung der Oberthaler Rötel-Mal und Zeichenschule
  • Einrichtung einer Heimatstube, der Rötelkrämerstube -gibt es leider nicht mehr!
  • Bahnhoffeste
  • Restauration von Wegekreuzen
  • Mitwirkung bei Dorffesten und Saarlandtagen
  • Vereinsfahrten
  • Ausgrabungen an der Güdesweiler Kapelle
  • Restaurierung "Alter Kreuzweg" in Güdesweiler


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